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Holzschutz

Die dauerhafte Funktionstüchtigkeit einer hölzernen Tragkonstruktion wird maßgeblich vom vorbeugenden Holzschutz beeinflusst. Wie alle Naturprodukte ist auch Holz den Gesetzen des Stoffkreislaufes der Natur unterworfen. Innerhalb dieses Kreislaufes sorgen Organismen, wie Pilze und Insekten, dafür, dass das Holz wieder in seine Ausgangsprodukte verwandelt wird. Diese Verwandlung kann nur unter bestimmten Bedingungen stattfinden. Die Aufgabe des Holzschutzes besteht somit darin, diese Bedingungen zu verhindern.

Das bauliche Konzept bestimmt nachhaltig die Dauerhaftigkeit und Werthaltigkeit des Bauwerkes und umfasst alle planerischen, konstruktiven, bauphysikalischen und organisatorischen Maßnahmen, die eine Wertminderung oder Zerstörung des Holzes durch Organismen verhindern.

Stand der Wissenschaft und Technik

In Deutschland sind die erforderlichen Maßnahmen des Holzschutzes in der DIN 68800 festgeschrieben. Die bisherigen fünf Teile dieser Norm werden derzeit überarbeitet.

Im neuen Teil 1 der DIN 68800 wird eindeutig darauf hingewiesen, dass bauliche Maßnahmen im Vordergrund stehen müssen. Schutzmaßnahmen mit Holzschutzmitteln sind nur dann erforderlich, wenn bauliche Maßnahmen und die natürliche Dauerhaftigkeit der Holzarten nicht ausreichend sind.

Die Überarbeitung der DIN 68800 wurde noch nicht abgeschlossen (Stand 04/2010). Der Norm-Entwurf zur DIN 68800-1 wurde im November 2009 veröffentlich. Die neue Norm spiegelt den Stand der Technik wider und muss bei der projektbezogenen Ermittlung des vorbeugenden Holzschutzes berücksichtigt werden.