Startseite > Projekte > Referenzen > Werkhalle Rothenbach

Werkhalle in Rothenbach

Gestalt durch Geometrie

Das Gebäude zeichnet sich durch eine klare Geometrie aus. Der Gesamteindruck wird geprägt durch das Wechselspiel von großflächigen Holz- und Glasoberflächen vor einer Pfosten-Riegel-Fassade. Die geschlossenen Wandelemente wurden mit einer grau lasierten Holzschalung verkleidet, die ebenso wie die Fassadenriegel auf das Stützenraster und die Abmessungen der Toranlage abgestimmt sind.

Pfosten-Riegel-Fassade der Werkhalle,
Ostfassade der Werkhalle,
Rückansicht der Werkhalle

Pfetten und Wandriegel sind über innenliegende Balkenträger bzw. eine Schwalbenschwanzverbindung mit dem Haupttragwerk gekoppelt, so dass keine Verbindungselemente sichtbar sind. Der Eingangs- und Zufahrtsbereich befindet sich um 3 m nach innen versetzt in einem Rahmen an der Ostfassade, der einen Witterungsschutz bietet und die Gestaltung der Werkhalle maßgebend prägt. Während die Nord- und Westfassade weitestgehend geschlossen gehalten sind, öffnet sich das Gebäude auf den gegenüberliegenden Stirnseiten und ermöglicht so eine optimale Ausleuchtung der Arbeitsräume. Im Winter bringt die tiefstehende Sonne auf den Glasfassaden zusätzliche solare Wärmegewinne. Zur Entwässerung der Dachflächen wurden die parallelgurtigen Brettschichtholzträger in den Hauptachsen in jedem zweiten Feld um einige Zentimeter tiefer angeordnet. So bilden sie wechselweise Hoch- bzw. Tiefpunkte und sorgen mit dieser Konstruktion für eine schnelle Ableitung des Regenwassers.

Planung und Vorfertigung

Mit modernster CAD-Technik konnten alle Leistungen von der Statik bis hin zur Maschinenansteuerung der Abbundanlage des Holzleimbaubetriebes ausgearbeitet werden. Die komplette Konstruktion wurde in einem dreidimensionalen Modell abgebildet. So waren alle Anschlussdetails von allen Seiten zu betrachten und eine Kollision von Bauteilen ausgeschlossen. Außerdem ließen sich neben den Ausführungsplänen hieraus auch die Material- und Stücklisten sowie Einzelteilzeichnungen jedes Bauteils erstellen. Dem in diesem Stadium erhöhten Planungsaufwand stand eine dadurch sehr verkürzte Bauzeit mit einer reibungslosen Montage entgegen.

Auf Grundlage dieser Planung wurden alle Stahl- und Holzelemente passgenau vorgefertigt. Soweit dies aus Transportgründen möglich war, erfolgte ihr Zusammenbau bereits im Werk des Brettschichtholzlieferanten. Sämtliche Anschlussdetails waren so konstruiert, dass sich die Bauteile mit wenigen Verbindungsmitteln vor Ort zusammenfügen ließen. Ab Oberkante der Gründung konnte das komplette Tragwerk der Halle deshalb innerhalb einer Woche vom Zimmerer-Bauherrn selbst errichtet werden.

Während auf der Nord- und Westfront Sandwichpaneele als Fassadenelemente eingesetzt wurden, bilden auf der Südseite der Halle vorgefertigte Holztafelelemente die Außenhülle. Der Einsatz von OSB-Platten in Dachebene anstelle der meist üblichen Trapezblecheindeckungen trägt darüber hinaus zu einer höheren raumakustischen Qualität der neuen Produktionsstätte bei.

0033-10_Plan_01_Giebel_Osten.pdf

Ausführungsplan des verglasten Giebels

Zimmereihalle_Obersayn.pdf

Werkhalle in Rothenbach | Pressemitteilung